Beglaubigungen im internationalen Urkundenverkehr

Erteilung von Apostillen und Legalisationen

 

Wenn Sie eine von einem Gericht oder einem Notar in Deutschland ausgestellte Urkunde im Ausland verwenden wollen, benötigen Sie regelmäßig eine Bestätigung, dass diese Urkunde echt ist. Diese Bestätigung erfolgt durch eine sogenannte Legalisation oder – in bestimmten Fällen – durch eine so genannte Apostille. Legalisationen und Apostillen sind verschiedene Formen der Beglaubigung einer Urkunde. Welche dieser beiden Formen erforderlich ist, hängt davon ab, in welchem Land die in Deutschland ausgestellte Urkunde verwandt werden soll.

 

Ist die Erteilung einer Legalisation erforderlich, erfolgt durch den Präsidenten des Landgerichts lediglich die sogenannte Vorbeglaubigung. Unter Umständen hat anschließend noch eine sogenannte Endbeglaubigung zu erfolgen; für diese Endbeglaubigung ist das Bundesverwaltungsamt in Köln zuständig. Weitere allgemeine Informationen zu dem Thema „Apostillen und Legalisationen“ finden Sie auf den Internet-Seiten des Auswärtigen Amtes externer Link, öffnet neues Browserfenster / neuen Browser-Tab sowie des Bundesverwaltungsamtes externer Link, öffnet neues Browserfenster / neuen Browser-Tab  .

 

Der Präsident des Landgerichts Hagen erteilt Auslandsbeglaubigungen,

 

      • wenn die Urkunde von einer Notarin oder einem Notar mit Sitz im Bezirk des Landgerichts Hagen ausgestellt wurde,
      • bei Gerichtsurkunden (Urteile, Beschlüsse, Erbscheine, Registerauszüge) des Landgerichts Hagen sowie der Amtsgerichte im Bezirk des Landgerichts Hagen (Altena, Hagen, Iserlohn, Lüdenscheid, Meinerzhagen, Plettenberg, Schwelm, Schwerte, Wetter (Ruhr)),
      • bei Urkunden sonstiger Justizbehörden mit Sitz im Landgerichtsbezirk Hagen und
      • bei Beglaubigungen von Übersetzungen vereidigter Dolmetscher/-innen bzw. ermächtigter Übersetzer/-innen, deren persönliche Unterschrift beim Präsidenten des Landgerichts Hagen hinterlegt ist.

 

Damit eine Apostille oder eine Legalisation erteilt werden kann, muss zwingend die mit einer Original-Unterschrift sowie einem Original-Stempel oder -Siegel versehene Urkunde vorgelegt werden. Kopien können nicht beglaubigt werden. Bei Scheidungsurteilen ist besonders darauf zu achten, dass diese mit einem Rechtskraftvermerk und einem Ausfertigungsvermerk versehen sind.

 

Die Erteilung einer Apostille oder Legalisation ist gebührenpflichtig gem. Ziffer 1310 des Kostenverzeichnisses zu § 4 JVKostG. Die Gebühr beträgt aktuell für jedes zu beglaubigende Dokument 25,00 Euro.

 

Schriftliche Antragstellung:

Anträge auf Erteilung einer Apostille oder Legalisation können Sie schriftlich unter der folgenden Adresse einreichen:

 

Präsident des Landgerichts
- Zimmer 222 -
Heinitzstraße 42
58097 Hagen

  

Bitte geben Sie dabei an, für welches Land die Apostille beziehungsweise Legalisation benötigt wird. Fügen Sie dem Antrag unbedingt die mit der Apostille/Legalisation zu versehende Urkunde im Original bei.

Ein Formular, das Ihnen die Antragstellung erleichtert,  finden Sie am Ende dieses Textes.


Die Bearbeitung des Antrags kann mehrere Werktage (zuzüglich Postlaufzeiten) in Anspruch nehmen.

Die Rechnung wird mit gesonderter Post übersandt.

 

Um die Ansteckungsgefahr durch den Coronavirus für sich und andere zu minimieren, werden Antragsteller/-innen gebeten, nur in besonders dringenden Fällen und nur nach telefonischer Terminabsprache das Landgericht Hagen aufzusuchen.


Wenden Sie sich in diesem Fall bitte vorab telefonisch innerhalb der nachstehenden Sprechzeiten an die zuständige Sachbearbeiterin/den zuständigen Sachbearbeiter (Zimmer 222, Tel.: 02331/985-583).

Terminvereinbarungen sind in den folgenden Zeiten möglich:     

Montag bis Freitag            von 08:30 Uhr bis 11:30 Uhr sowie
                                          von 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr

 

Ohne Termin werden Anträge grundsätzlich nicht persönlich entgegengenommen.

Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitung Ihres Antrags auch bei persönlicher Antragstellung mehrere Werktage in Anspruch nehmen kann.